1.Dart-Turnier kam gut an
Es ist kurz vor 2 Uhr, als Marco Blesing den Dart-Pfeil mit einem präzisen Wurf in genau dem Feld platziert, das für ihn den Sieg bedeutet. Nach einem achtstündigen Marathon stand der Fürther als Gewinner des 1. Taxi-Schröder-Dart-Cups fest, der in der Halle des SV Lörzenbach stattfand. Der frühere Dart-Bundesligaspieler hatte sich in einem 32-köpfigen Feld durchgesetzt und auch im Finale gegen den Rimbacher Matthias Langer mit 5:2 gewonnen.
Der Dart-Sport genießt, längst – auch dank der Fernsehübertragungen der internationalen Wettbewerbe – Kult-Status. Auch im Odenwald gibt es einige Vereine, die das Spiel mit den Wurfpfeilen pflegen. Auch der seit kurzer Zeit in Lörzenbach heimisch gewordene Thomas Schröder geht schon seit geraumer Zeit diesem Hobby nach und entwickelte die Idee, einmal selbst ein Steel-Dart-Turnier vor allem für Freizeitspieler auf die Beine zu stellen – auch um Werbung für diesen Sport betreiben zu können. Mit dem SV Lörzenbach war vor Ort der passende Ausrichter gefunden und so konnte am vergangenen Samstag das Turnier starten.
32 Teilnehmer fanden sich am frühen Abend in dem in eine Dart-Höhle verwandelten Hallenanbau ein. Neben einigen Vereinsspielern, darunter auch der Mannheimer E-Dart-Bundesligaspieler Manuel Kutscher, waren viele Hobbyspieler dabei, was den Organisator besonders freute. „Der Spaß und die Freude am Darten sollten im Vordergrund stehen“, erklärte er dazu.
An acht Boards gingen die Teilnehmer in acht Vorrundengruppen an den Start, um den Einzug in die Finalspiele zu erreichen. Bevor es in die K.-o.-Runden ging, wurden auch noch drei Trostrunden für die ausgeschiedenen Spieler ausgetragen. Hier zeigten Timo Spies, Sven Höring und Kai Schmitt die beste Zielgenauigkeit und konnten sich jeweils einen kleinen Geldpreis sichern.
Nach gut fünf Stunden Spielzeit ging es dann ans Eingemachte, die Finalrunden standen an. Nach zum Teil spannenden Achtel- und Viertelfinalduellen war es dann schon nach Mitternacht, als die letzten vier Teilnehmer zu den beiden Halbfinals an die Boards traten. Hier traf die einzige Dame im Feld, die Rimbacherin Annika Baum, auf Blesing, der 2001 mit der DIG Neu-Isenburg deutscher Mannschaftsmeister im Steeldart wurde. „The Slowhand“ legte gleich eine Führung vor, doch nachdem seine Herausforderin ihre Nervosität in den Griff bekommen hatte, schlug sie zurück und schaffte den Ausgleich. Im siebten und entscheidenden Durchgang war es dann aber Blesing, der das bessere Ende für sich hatte und damit den Sprung ins Finale schaffte. Im zweiten Halbfinale gab es dann eine kleine Überraschung, denn nicht der Bundesligaspieler Kutscher gewann, sondern Außenseiter Langer.
So musste sich der Mannheimer mit dem kleinen Finale begnügen. Hier dominierte er dann aber die Partie gegen Annika Baum und sicherte sich glatt mit 3:0 den dritten Platz.
Spannendes Finale
Der Uhrzeiger stand schon auf halb Zwei, als die beiden Finalisten zur Entscheidung in sieben Durchgängen an das Board traten. Auch wenn Langer mit großem Engagement kämpfte, war er der sicheren Wurfhand von Blesing, obwohl der seit 16 Jahren kein Turnier mehr gespielt hatte, nicht gewachsen. Der Fürther bestach hier mit seiner Zielgenauigkeit und gewann das spannende Finale schließlich mit 5:2 unter dem Applaus der immer noch zahlreichen Zuschauer.
Bei der Siegerehrung dankte Schröder den Teilnehmern für ein spannendes Dart-Turnier, den Helfern vom SV Lörzenbach für die reibungslose Organisation und den zahlreichen Zuschauern für die tolle Kulisse. Den drei Erstplatzierten überreichte er Pokal und Geldpreise, für den Turniersieger gab es noch zusätzlich den Taxi-Schröder-Wanderpokal.
Außerdem gab es noch weitere Geldpreise für jede geworfene 180, für das beste Leg, das Blesing mit 14 Darts erreichte, und für den besten Durchschnitt (Match-Average), den ebenfalls der Turniersieger mit 72,1 Punkten schaffte. Das höchste Finish gelang Manuel Kümpel mit 97 Punkten. Ein besonderes Lob verdiente sich der Fürther Luca Sielmann, der an seinem 17. Geburtstag ein bärenstarkes Turnier spielte und sich erst im Viertelfinale mit 2:3 gegen Kutscher geschlagen geben musste. „Aus dem Jungen kann was werden“, sagte dann auch Blesing.
So konnten am Ende Schröder und sein Veranstalterteam ein sehr positives Fazit ziehen. „Neben einer tollen Atmosphäre gab es guten Dart-Sport zu sehen und es wurden auch viele freundschaftliche Kontakte geknüpft. Es hat alles rundum gepasst“, freute sich der Organisator, der dann auch gleich eine Neuauflage im nächsten Jahr, voraussichtlich schon im Januar, ankündigte.Bericht v.St.Jünger/WNOZ/28.04.2017

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